Freitag, 3. November 2017

Teil 1 - Ägypten 2017 - Flug, Transfer, Hotelankunft

Bei 4 Grad Celcius Außentemperatur und Hagel waren wir uns sicher - wir sind zurück in Deutschland. Nachdem wir 7 Tage in Ägypten bei Temperaturen um die 30 Grad in der Sonne gebrutzelt haben, war das dann schon eine kalte Watschen. Anderseits ist diese Herbstwetter genau richtig, um sich auf die Couch zu kuscheln und euch unsere Reiseerlebnisse bis ins kleinste Detail zu schildern. Heute geht es um unseren Flug, den Transfer zum Hotel und unseren ersten Eindruck bei Ankunft im Hotel.



Warum wir uns für dieses Reiseziel entschieden haben und wo wir gebucht haben. Habe ich bereits im vorherigen Beitrag "Ich packe meinen Koffer..." erzählt. Also gehe ich auf die Anreise nur noch kurz ein.

Den Parkplatz direkt am Flughafen für 64 EUR habe ich über deren Homepage gebucht. Diesen würde ich nicht wieder wählen. Wir mussten unsere Koffer ziemlich weit selbst schleppen und immer schauen, wo wir hinmüssen. Nimmt man einen Parkplatz eines Anbieters außerhalb, wird man mit einem Shuttleservice direkt zum Abflugterminal gefahren. Das wäre mir lieber gewesen. Ansonsten war der Nürnberger Flughafen ganz ok, aber den Münchner Flughafen finde ich persönlich schöner.

Wir flogen mit der Fluggesellschaft SunExpress. Nicht zum ersten Mal, aber diesmal wirklich zum letzten Mal! SunExpress ist, meiner Meinung nach, eine der schlechtesten Fluggesellschaften überhaupt und ich würde nie wieder einen Flug mit dieser Gesellschaft wählen. 



Meine Gründe: Die Beinfreiheit im Flugzeug ist ein Witz. Ein 1,75m großer Mann, der normal und aufrecht auf seinem Platz sitzt, geht bereits mit den Knien an der Vorderlehne an. Wenn der Vordermann seine Rückenlehne zurückstellt, quetscht es einem die Knie ein. Dies wird bereits nach kurzer Zeit schmerzhaft. Abhilfe durch Sitzplatzreservierung ist nicht möglich. Einige im Flieger hätten für 20 EUR pro Person einen XL-Leg-Platz mit mehr Beinfreiheit gebucht, diesen haben sie nicht bekommen, obwohl sie es am Tag zuvor bezahlt haben.

Beim Einsteigen bin ich es gewohnt, dass die Stewardessen einen begrüßen, einen ungefähr erklären wo der Sitzplatz ist und bei Bedarf auch mal helfen das Handgepäck im Fach zu verstauen oder regeln wer, was, wohin verstaut. Hier war das ganz und gar nicht so. Die waren beim Einstieg ebenso wenig präsent, wie während des gesamten Fluges. Woraufhin wir unser Handgepäck unter unseren Füßen liegen hatten, weil unsere Fächer oberhalb bereits komplett belegt waren.

Da der Online Check in am Tag zuvor nicht funktioniert hat, waren wir eine der ersten in der Schlange zum Check in am Flughafen. Wir reisten zu siebt und die Dame am Check in Schalter hätte uns allen Plätzen hintereinander und am Fenster ermöglicht. Was für uns zwar kein Muss war, aber trotzdem eine angenehme Belohnung für das frühe Aufstehen und lange Warten. Auf den Sitzplätzen meiner Schwiegereltern saß dann jemand Fremdes. Laut Boarding Karten saßen diese Personen falsch. Diese zwei Fremden weigerten sich aber extra nochmal aufzustehen und die Stewardess hat nur gemeint dann sollen sich die Schwiegereltern halt auf deren Platz (am Gang und auseinander!!!! Statt am Fenster zusammen) setzen. Und als sich die Schwiegereltern dort nicht sofort hingesetzt haben, hat die Stewardess pampig gefragt „habt ihr es jetzt bald!“ also saß meine Schwiegermutter, die das letzte Mal vor 11 Jahren flog allein am Gang. Fand ich eine nicht akzeptable Lösung. Außerdem hat mal eine Stewardess vor ein paar Jahren erklärt jede Person muss auf dem zugewiesen Sitzplatz sitzen, falls was passiert.

Die Sicherheitseinweisung hat eine Stewardess alleine ganz vorne im Flieger gemacht. Wir saßen mittig im Flieger und haben kein bisschen davon mitbekommen und gesehen. Auf anderen Flügen stand eine Stewardess vorne, eine mittig, eine hinten. Ich muss das meinetwegen nicht sehen, aber im Notfall hätte wahrscheinlich keiner im Flieger gewusst wo, was ist und wie man vorgeht. Kinder wurden bei diesem Flug komplett ignoriert.

Unser Tisch war klebrig, mit Ketchup Flecken vom Vorgänger und irgend ein Getränk, dass vom Tisch auf die Lehne runterlief. Alle Getränke, auch Wasser werden zu überteuerten Preisen verkauft. Beim Nachhauseflug hatte unser Sohn großen Hunger und wir kauften ihm eine Currywurst. Für eine Miniportion, auf die nicht mal ein Schlumpf satt werden würde, werden 7 EUR verlangt. Geschmacklich war diese Currywurst Körperverletzung.



Den einzigen den man loben könnte, ist die beiden am Check in Schalter am Flughafen. Sie waren sehr nett und flink. Und den Piloten, da er eine angenehme Landung hinlegte. Dennoch reißen diese beiden Punkte den Rest nicht raus. Für mich in Schulnoten bewertet Note 6! Dass der Flieger pünktlich gestartet ist, schreibe ich dem Flughafen und deren Organisation zu.


Trotzdem konnten wir während des Fluges ein paar schöne Impressionen einfangen, die ich euch zu all dem Negativen nicht vorenthalten möchte.






Nach 4,5 Stunden Flug kamen wir am Flughafen in Marsa Alam an. Der Flughafen ist klein und übersichtlich. Ihn gibt es glaube ich noch nicht so lang. Er sieht auch noch sehr neu und modern aus. Man steigt über eine Treppe aus dem Flieger und wir mit einem Shuttelbus zur Ankunftshalle gefahren. Gleich links befindet sich ein kleiner blauer Bankschalter, dort kann man das Visum bezahlen und erhält die Arrival Cards / Departure Cards. Diese füllt man danach aus und geht dann weiter zur Passkontrolle. Die ausgefüllte Karten steckt ihr gleich in euren Reisepass. So ist der Mann am Passschalter gleich zufrieden mit euch. Wenn der Reiseleiter im Bus nochmal bezüglich Visum Geld einsammeln möchte - ihr habt schon bezahlt und euer Transfer ist normalerweise inklusive, außer ihr habt ihn selbst organisiert. Versuchen tun sie es und es gibt nicht wenige, die dann aus Unsicherheit nochmal bezahlen. Beim Rückflug gibt es ebenfalls etwas worauf ich eingehen möchte. Überall stehen Damen die einem VIP Service anbieten, 12 EUR pro Person, damit man ohne Warteschlange sofort durch die Sicherheitskontrolle darf. Die Warteschlange allerdings wird künstlich erzeugt, da sie erstmal nur eine Sicherheitskontrolle öffnen wenn die Busse ankommen. Haben sie dann durchgefragt, wird die zweite geöffnet. Für 25 EUR wird einem sogar eine VIP Lounge angeboten wo es Getränke und Buffet gibt - wenn ihr euch das Wasser und das Sandwich nach der Sicherheitskontrolle kauft, kommt ihr günstiger :) Es ist nur ein kleiner Flughafen, deshalb muss man nirgends lange warten. Nach der Sicherheitskontrolle gibt es genügend Sitzmöglichkeiten, ein Pizzarestaurant und verschiedene Geschäfte.





Wir wurden mit einem kleineren Bus zu unserem Hotel gebracht. Wir fuhren dabei 2 andere Hotels an und waren 50 Minuten unterwegs. Die Strecke dorthin verlief auf einer normalen, geteerten Straße. Rechts konnte man auf's Meer blicken, links in die Wüste. Der Fahrer zeigte uns ab und zu ein paar Dinge.





Bevor dem Bus die Einfahrt ins Hotel gewährt wird, wird mit einem Spiegel die Unterseite des Bus kontrolliert und auch die Insassen. Im Hotel angekommen wurden unsere Koffer sofort in Empfang genommen und wir wurden zur Rezeption gebracht. Dort ging der Check in ganz schnell von statten und auf dem Weg in unser Zimmer wurden uns Essenzeiten und Wege erläutert. 


Über das Hotel und die Zimmer werde ich im nächsten Beitrag berichten. Seit gespannt, wir waren nämlich sehr begeistert von unserer Unterkunft.